Die ersten schriftlichen Aufzeichnungen über unser Gebiet fand man in der Abtei Prüm, wo im Jahre 893 ein neues Besitzverzeichnis (Urbar) angelegt wurde. Darin wurde schon der Hof Sefferne (Seffern), der Ort Baldeshart (Balesfeld) und der Ort Wawer (Wawern) erwähnt.

Der Ort Burbach bestand damals noch nicht, was aus einer Karte der damaligen Zeit ersichtlich ist.

Die Erwähnung des Ortes Burbach geschah erstmalig in der Chronik der Pfarrei Seffern im Jahre 1570, zu der Burbach noch gehörte. Bei der Visitation der Pfarrei wurde auch die Filiale Burbach aufgesucht und die bestehende Kapelle wurde in gutem Dach und Fach befunden. Weil damals schon eine Kapelle vorhanden war, muß den Anfang des Dorfes vielleicht ein paar Jahrhunderte zurückverlegen.

Burbach gehörte bis 1794 zur Schultheißerei Seffern, Eigentum der Abtei Prüm.

In der Zeit des 15. - 16. Jahrhunderts bestand Burbach aus den sogenannten Stockhäusern:

1. Luis, 2. Lochen, 3. Niesen, 4. Lietz, 5. Hirtenunterst, 6. Beckers, 7. Webers, 8. Heenen, 9.Born, 10. Keppesch, 11. Spoden, 12. Peitschen und 13. Maas.
Diese Stockhäuser hatten alle Land (sogenannte Lehen) von der Abtei Prüm erhalten, wofür sie jährliche Abgaben an die die Abtei entrichten mussten. Diese Stockhäuser durften nicht aufgeteilt werden.

Erst Napoleon hob 1803 diese Beschränkungen auf, auch die jährlichen Abgaben. Bei der Neuverteilung des Raumes durch Napoleon, der den Klöstern und Abteien einen Großteil ihres Besitzes enteignete, wurde Burbach eine selbständige Gemeinde und auch gleichzeitig Sitz einer Mairie (Bürgermeisterei) mit den Dörfern Burbach, Neustraßburg, Balesfeld, Neuheilenbach, Nimshuscheid, Lasel, Wawern und Feuerscheid.

Zwischen dem Hof Seffern und der Neuen Gemeinde Burbach entspann sich nun ein Prozeß um das Gemeindevermögen. Nach langjährigen Verhandlungen erhielt die Gemeinde Burbach 128 Morgen Ackerland, 589 Morgen Schiffelland und 12 Morgen Wiesen. Der Gemeindebann erstreckte sich damals bis 1831 nach Densborn auf die andere Kyllseite. Der Altenhof bei Densborn mit 2 Häusern gehörte auch noch zur Gemeinde Burbach.

Um sich aber nicht am Bau einer neuen Kyllbrücke beteiligen zu müssen, trat Burbach freiwillig 1500 Morgen von seinem Bann ab.

Die ersten Anfänge des Ortsteiles Neustraßburg gehen bis 1793 zurück. Damals baute Nikolaus Öffling das erste Haus „Op der Buch“ und nannte es Neustraßburg weil es an der Landstraße lag. Durch den Bau der neuen Straße Trier-Aachen durch Napoleon im Jahre 1812 erfolgte rasch eine weitere Besiedlung, so dass im Jahre 1841 bereits 15 Häuser mit 95 Einwohnern vorhanden waren. Eine weitere Aufwärtsentwicklung brachte die Rodung der nahegelegenen Waldungen „In der Seiters“ als Benutzung von Ackerland und für Bauzwecke.

In den Jahren nach 1870 wurde wieder eine Gebietsreform durchgeführt, wobei die Bürgermeisterei Burbach wieder aufgelöst wurde. Das im Kessel gelegene Waldgebiet, von der Gemeinde Seffern im Jahre 1850 zum Preis von 2000 Talern gekauft, wurde an die beteiligten Gemeinden aufgeteilt. 

Nach 1880 konnte die Bevölkerung durch die Verwertung des Sandsteines für die Industrie und die vielen Kleinlandwirte ihren Lebensstandart wesentlich verbessern.